Transparente Datengrundlage
Entscheidungen sollen auf eindeutigen Wohneinheiten, belegbaren Beschwerden und nachvollziehbaren Wohnungsmarktdaten beruhen – nicht auf ungeprüften Inseratszählungen.
Diskussionsentwurf
Nicht ungeregelt wachsen lassen. Nicht pauschal verbieten. Datenbasiert unterscheiden, gute Nachbarschaft sichern und tatsächliche Verstöße konsequent behandeln.
Entscheidungen sollen auf eindeutigen Wohneinheiten, belegbaren Beschwerden und nachvollziehbaren Wohnungsmarktdaten beruhen – nicht auf ungeprüften Inseratszählungen.
Ferienaufenthalt, Messebesuch, projektbezogene Arbeit, familiäre Übergangssituation und möbliertes Wohnen über mehrere Monate müssen fachlich unterschieden werden.
Öffentlich geförderter, preisgünstiger und für Familien geeigneter Wohnraum verdient besonderen Schutz. Neu geschaffene Einheiten und rechtmäßig umgenutzter Nichtwohnraum sind anders zu bewerten.
Die zulässige Personenzahl soll sich an Wohnfläche, Zimmern, Sanitäranlagen, Fluchtwegen, Brandschutz und dem konkreten Gebäude orientieren.
Für Gäste und Nachbarschaft muss während der Nutzung eine verlässlich erreichbare Kontaktperson benannt sein, die bei akuten Problemen reagieren kann.
Regeln müssen verständlich, mehrsprachig und nachweisbar kommuniziert werden. Wiederholte Verstöße benötigen abgestufte, wirksame Konsequenzen.
Partys, ungeregelte Veranstaltungen, Überbelegung und systematische Störungen gehören nicht zum verantwortungsvollen Wohnen auf Zeit.
Wo eine konkrete räumliche Konzentration nachweislich Probleme verursacht, sind passgenaue Maßnahmen sinnvoller als eine undifferenzierte Behandlung des gesamten Stadtgebiets.
Kontrollen und Sanktionen sollen sich auf illegale Nutzung, fehlenden Brandschutz, Überbelegung, Störungen und nicht erreichbare Betreiber konzentrieren.
Die Stadt sollte jährlich anonymisierte Zahlen zu Bestand, Genehmigungen, Beschwerden, Maßnahmen und Wohnungsmarkteffekten veröffentlichen und die Regeln überprüfbar weiterentwickeln.
Freiwilliger Qualitätskodex
Eine Selbstverpflichtung ersetzt keine Genehmigung und ist erst dann ein echtes Siegel, wenn unabhängige Kontrollen organisiert sind.
Die folgenden Punkte können als gemeinsame Mindesthaltung von Gastgebern, Unternehmen und professionellen Betreibern dienen.
Wirksamkeit prüfen
Regeln müssen anhand ihrer tatsächlichen Wirkung überprüfbar bleiben.
Mitgestalten
Wir veröffentlichen den Entwurf, damit Krefeld über konkrete Lösungen diskutieren kann – nicht nur über Lager und Schlagworte.